Mikroskope – kleines ganz groß

Mikroskope gibt es in vielen Ausführungen und mit vielen verschiedenen Vergrößerungen. Gemein haben Sie aber alle, dass die kleine Dinge deutlich größer darstellen, als diese tatsächlich sind. Je größer die Vergrößerungsstufe des Mikroskops, desto kleinere Dinge und Strukturen lassen sich betrachten. So ist es auch möglich, mit einem Mikroskop Formen zu betrachten, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind.

Aber ein Mikroskop ist nicht gleich Mikroskop. Es gibt viele verschiedene Varianten von Mikroskopen, die sich zum einen in der Funktionsweise und zum anderen auch deutlich Preis unterscheiden.

Die meisten haben wahrscheinlich, wenn sie an Mikroskope denken, die klassische Version aus dem Schulunterricht oder aus Kindertagen vor Augen. Bei diesen wird das Objekt, welches betrachtet werden soll, – die sogenannte Probe – auf einem Materialträger platziert und auf dem Objekttisch der Mikroskope gelegt. Die Probe wird dann mittig auf dem Tisch positioniert, sodass diese genau über einer kleinen Öffnung im Tisch liegt. Unterhalb des Tisches ist eine Lampe angebracht, die durch die Öffnung strahlt und somit die Probe von unten beleuchtet. Zum Betrachten muss dann durch das Okular geschaut werden. Hier gibt es Mikroskope von Winlab, die über zwei Okulare verfügen, sprich man kann mit beiden Augen hindurchschauen, oder nur über eins, sodass hier dann auch nur mit einem Auge hindurchgeschaut werden kann. Die Mikroskope in den Entdeckerkästen für Kinder oder auch in der Schule verfügen zumeist nur über ein Okular. Die eigentlich Vergrößerung erfolgt über Vergrößerungslinsen. Da sich die Linsen selbst und damit auch deren Vergrößerung nicht direkt verstellen lässt, gibt es bei den meisten Mikroskopen einen Revolver, an dem mehrere Vergrößerungslinsen angebracht sind. Durch drehen des Revolvers kann somit eine größere oder kleinere Vergrößerung eingestellt werden.

Eine weitere Art von Mikroskopen sind die sogenannten Elektronenmikroskope. Diese Arbeiten wie es der Name bereits vermuten lässt mit Elektronen beziehungsweise Elektronenstrahlen. Aus diesem Grund ist der Aufbau dieser Mikroskope auch deutlich komplexer und wesentlich teurer. Sie sind hauptsächlich in Forschungseinrichtungen und Laboren anzutreffen. Mit einem Elektronenmikroskop haben Sie die Möglichkeit sowohl die Oberfläche als auch das Innere von Objekten abzubilden und zu betrachten. Die Objekte werden mit den Elektronen beschossen, welche eine Materialwelle bilden. Diese Materialwelle hat dabei aber eine deutlich kleinere Wellenlänge als das sichtbare Licht, welches von den oben beschriebenen Mikroskopen verwendet wird. Aus diesem Grund lassen sich mit einem Elektronenmikroskop auch deutlich kleinere Strukturen erkennen als bei den obigen. Die Probe wird bei diesen in ein Vakuumsystem gelegt. Dies soll verhindern, dass die Elektronen auf dem Weg zum Objekt mit anderen Teilchen wie Gasmolekülen kollidieren, was einen negativen Einfluss auf die Auflösung hätte.

Alles in Allem sind Mikroskope sehr hilfreiche Werkzeuge, die je nach Anwendungszweck unterschiedliche Anforderungen erfüllen sollen und dann aber erstaunliches an Tageslicht bringen können.

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